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Nigerianische Polizei erschießt Sektenführer

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Nigerianische Polizei erschießt Sektenführer

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Nach tagelangen Unruhen ist in Nigeria ein islamistischer Sektenführer im Polizeigewahrsam ums Leben gekommen. Ein Polizist in der Stadt Maiduguri teilte mit, der Führer der selbst ernannten afrikanischen Taliban, Mohammed Yusuf, habe vor seiner Erscheißung um Gnade gefleht. Seine Leiche sei von Kugeln durchsiebt gewesen sein, so ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP.

Die Anhänger von “Boko Haram” kämpfen seit Tagen in mehreren Bundeststaaten im Norden des afrikanischen Staates für die Einführung islamischen Rechts. Begonnen hatten die Unruhen am vergangenen Sonntag. Die Polizei hatte im Bundesstast Bauchi mehrere Sektenmitglieder unter dem Verdacht festgenommen, dass diese einen Polizeiposten angreifen wollten. Seither kamen insgesamt 600 Menschen bei den Kämpfen ums Leben, die meisten von ihnen in der Stadt Maiduguri. Die Staatsmacht geht mit rund 1000 Mann gegen die Islamisten vor. Mehrere hundert Sektenanhänger sind vor der Offensive geflohen.