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Urteil gegen Nobelpreisträgerin Suu Kyi verschoben

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Urteil gegen Nobelpreisträgerin Suu Kyi verschoben

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In Myanmar, dem früheren Birma, ist die Urteilsverkündung gegen Aung San Suu Kyi verschoben worden. Der Richterspruch wird nun für den 11. August erwartet. Die USA forderten erneut die Freilassung der Oppositionsführerin.

Der 64-jährigen Friedensnobelpreisträgerin wird vorgeworfen, gegen die Auflagen ihres Hausarrests verstoßen zu haben, weil sie einen Amerikaner für zwei Tage beherbergt hatte. Europäische Diplomaten durften das Verfahren am Freitag ausnahmsweise verfolgen. Auch er ist angeklagt, ebenso zwei Haushälterinnen. Suu Kyi drohen fünf Jahre Haft. John Yettaw war im Mai zum Haus Suu Kyis geschwommen, um sie vor einem Attentat gegen sie zu warnen. Die Menschenrechtlerin hatte mit ihrer Partei 1990 die Wahlen gewonnen, die birmanische Militärjunta erkannte das Ergebnis aber nicht an. Seither verbrachte sie die meiste Zeit unter Hausarrest. Ein Sprecher des US-Außenministeriums forderte gestern, Suu Kyi und rund 2100 weitere politische Gefangene freizulassen. Käme Suu Kyi in Haft, würde sie von der politischen Bühne verschwinden. Im kommenden Jahr will die Junta Wahlen abhalten.