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Nach Trauerfeier: Tausende protestieren gegen ETA

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Nach Trauerfeier: Tausende protestieren gegen ETA

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In Palmanova auf Mallorca haben mehrere tausend Menschen gegen die Gewalt der ETA demonstriert. Der baskischen Untergrundorganisation werden die beiden Anschläge in dieser Woche zur Last gelegt. Dabei waren in dem Badeort zwei Polizisten getötet worden. Auch im nordspanischen Burgos demonstrierten tausende Menschen. Dort waren am Mittwoch 65 Menschen durch eine Bombe verletzt worden.

An einer Trauerfeier für die beiden jungen Beamten der Guardia Civil nahmen Kronprinz Felipe und seine Frau Letizia teil. Auch Ministerpräsident Zapatero und Oppositionschef Rajoy waren nach Palmanova gekommen. Spaniens König Juan Carlos, der auf der portugiesischen Insel Madeira weilte, verurteilte die “brutalen Anschläge” und sprach den Angehörigen sein Mitgefühl aus. Das Innenministerium veröffentlichte Fahnungsfotos von vier Männern und zwei Frauen. Darunter ist auch Oroitz Gurrachaga Gogorza, der für die meisten Anschläge in diesem Jahr verantwortlich sein soll. Er ist einer von vier jungen Basken, die sich der ETA im Dezember medienwirksam angeschlossen hatten. Auf Mallorca wird zudem nach eine Baskisch sprechenden Paar gefahndet. Dass die Untergrundorganisation trotz zahlreicher Festnahmen von Führungsmitgliedern zum 50. Jahrestag ihrer Gründung derart zuschlagen konnte, könnte, so fürchten Ermittler, auf den Aufbau neuer Terrorzellen hindeuten.