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Prozessauftakt in Teheran

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Prozessauftakt in Teheran

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Im Iran haben Prozesse gegen Demonstranten begonnen. Sie können laut iranischem Recht sogar mit dem Tod bestraft werden. Vor den Gerichtsverfahren gegen Oppositionelle forderte Amnesty International die Führung in Teheran auf, keine Schauprozesse abzuhalten. Außerdem verlangte Amnesty, dass die politischen Gefangenen freigelassen werden. In den Gefängnissen dürfe nicht mehr gefoltert und die Pressefreiheit müsse hergestellt werden, verlangte die Menschenrechtsorganisation weiter.

Wieviele Menschen bei den Protesten gegen die vermutete Wahlfälschung bei der Präsidentenwahl vom 12. Juni und dem darauf folgenden Sieg von Mahmud Ahmadinedschad tatsächlich festgenommen wurden, ist unklar. Die Opposition mit Mirhussein Mussawi an der Spitze erkennt den Wahlsieg Ahmadinedschads nach wie vor nicht an. Noch vor Prozessbeginn gingen erneut Menschen auf die Straße, um für die Freilassung der noch immer in Gefängnissen einsitzenden Demonstranten zu protestieren. Außerdem gedachten sie der Opfer, die bei den Massendemonstrationen von der Polizei getötet wurden. Menschenrechtsgruppen verwiesen darauf, dass hunderte Personen darunter erfahrene Reformpolitiker, Journalisten, Rechtsasnwälte und Aktivisten seit Beginn der Proteste in Gefängnissen sitzen.