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Trauer um einstige Präsidentin Corazon Aquino

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Trauer um einstige Präsidentin Corazon Aquino

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Die verstorbene frühere Präsidentin der Philippinen, Corazon Aquino, ist in der Hauptstadt Manila aufgebahrt worden. Ihre Familie hatte zuvor ihren Tod bekanntgegeben. Sie starb im Alter von 76 Jahren an einem Krebsleiden.

Corazon Aquino gilt als Heldin der demokratischen Umwälzung in ihrem Land in den Achtziger Jahren. Die philippinische Sängerin und Bürgerrechtlerin Leah Navarro erklärte, die Verstorbene sei zwar keine Göttin gewesen, sondern ein Mensch aus Fleisch und Blut, doch sei ihr auch etwas “Ätherisches” eigen gewesen, dass sie von anderen unterschieden habe. “Für uns alle”, sagte Navarro, “war sie etwas ganz besonderes.” Auch die gegenwärtige Präsidentin Gloria Arroyo würdigte das politische Vermächtnis der Verstorbenen: Sie habe eine Revolution mit angeführt, die der Nation Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zurückgegeben habe. Die Nation werde ihren Tod betrauern. Die Präsidentin, die sich zu einem Besuch in Washington aufhielt, ordnete eine zehntägige Staatstrauer an. In Manila erwiesen bereits zahlreiche Menschen der Verstorbenen am Sarg die letzte Ehre. Corazon Aquino soll am kommenden Mittwoch beigesetzt werden.