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MI5 entlässt Muslime wegen Terrorverdachts

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MI5 entlässt Muslime wegen Terrorverdachts

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Der britische Inlandsgeheimdienst MI5 hat sechs angehende, muslimische Agenten wegen Terrorverdachts entlassen. Das berichtet die konservative Tageszeitung The Daily Telegraph unter Berufung auf den konservativen Oppositionsabgeordneten Patrick Mercer, den Vorsitzenden des zuständigen Parlaments-Ausschusses.
 
Der Innenminister müsse ihn und vielleicht sich selbst davon überzeugen, dass der Dienst nicht erfolgreich unterwandert worden sei, so Mercer. Außerdem dürfe die Öffentlichkeit nicht vergessen, dass Großbritannien ständig von feindlichen Diensten und Organisationen bedroht werde.
 
Die britischen Geheimdienste hatten nach den Londoner Terroranschlägen vom Juli 2005 die Terrorabwehr ausgebaut und gezielt Agenten mit muslimischem Hintergrund gesucht. Bei den Anschlägen auf die U-Bahn und einen Bus waren 52 Menschen getötet worden.
 
Zwei der entlassenen Agenten sollen Ausbildungslager in Pakistan besucht haben, die mit dem Terrornetzwerk Al Kaida in Verbindung gebracht werden. Das Innenministerium wollte den Telegraph-Bericht zunächst nicht kommentieren.