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Raul Castro: Kein Kapitalismus in Kuba

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Raul Castro: Kein Kapitalismus in Kuba

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Kuba will sich wirtschaftlich nicht weiter öffnen und am Einparteiensystem festhalten. Das sagte Staatschef Raul Castro vor der Nationalversammlung. Der Sitz seines erkränkten Bruders und Vorgängers Fidel blieb leer. Castro richtete sich an die EU und die USA, die eine engere Zusammenarbeit von Fortschritten, etwa bei Bürgerrechten abhängig machen.
  
“Ich bin nicht zum Präsidenten gewählt worden, um den Kapitalismus in Kuba wieder einzuführen”, so Castro in Havanna, “Ich wurde gewählt, um den Sozialismus zu verteidigen, aufrechtzuerhalten, und ihn weiter zu perfektionieren; nicht, um ihn zu zerstören.”
 
Kuba leidet unter der Wirtschaftskrise: Einnahmen aus Nickel-Export und Tourismus sinken, die Preise für Lebensmittelimporte steigen. Für dieses Jahr erwartet die Regierung ein Wirtschaftswachstum von nur 1,7 Prozent. Der Präsident kündigte einen verstärkten Kampf gegen die Korruption an und forderte eine Aufhebung der US-Sanktionen. Die bisherigen Lockerungen durch die Obama-Regierung seinen winzig, so Castro.