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UBS gibt vermutlich Daten von 5000 Kunden den US-Behörden preis


Schweiz

UBS gibt vermutlich Daten von 5000 Kunden den US-Behörden preis

Die Schweizer Großbank UBS wird laut Schweizer Medienberichten die Daten von etwa 5000 amerikanischen Kunden an die US-Steuerfahnder herausgeben. Am Freitag waren beide Seiten sich im Streit um die Herausgabe von Kundendaten im Grundsatz einig geworden – offensichtlich mit Unterstützung von US-Außenministerin Hillary Clinton, die an jenem Tag ihre Schweizer Kollegin Micheline Calmy-Rey in Washington empfing. Die Details mussten aber noch geklärt werden. Die US-Behörden hatten ursprünglich die Herausgabe von Daten von über 50.000 mutmaßlichen Steuersündern gefordert.

Ein zivilrechtliches Verfahren gegen UBS, das an diesem Montag starten sollte, wurde im Rahmen der grundsätzlichen Einigung aufgeschoben. UBS hatte im Februar bereits die Datensätze von 250 Kunden, die nach Schweizer Ansicht nicht unter dem Schutz des Bankgeheimnisses standen, offengelegt und knapp 800 Millionen Dollar Strafe gezahlt. Den Schweizern ging es aber bis zuletzt um Wahrung ihres gesetzlich garantierten Bankgeheimnisses. Die US-Behörden verlängerten ihrerseits die Frist für steuersäumige UBS-Kunden, die sich freiwillig melden. Eine weitere Geldstrafe könnte der Bank bei erfolgreichem außergerichtlichen Vergleich erspart bleiben.

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