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Achmadinedschad bestätigt - neue Proteste

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Achmadinedschad bestätigt - neue Proteste

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Ungeachtet weiterer Proteste hat der Oberste Führer des Iran, Ajatollah Ali Chamenei, die Wiederwahl von Präsident Mahmud Ahmadinedschad bei einer feierlichen Zeremonie offiziell bestätigt.

Ahmadinedschads Versuch, ihm als Zeichen äußersten Respekts wie nach dem ersten Wahlsieg vor vier Jahren die Hand zu küssen, wehrte Chamenei aber ab und ließ ihm stattdessen die Schulter. Achmadinedschad soll an diesem Mittwoch im Parlament vereidigt werden. Er muss dann laut Verfassung binnen zwei Wochen sein Kabinett vorstellen. Bis auf einen Herausforderer boykottierten alle prominenten Oppositionspolitiker die Zeremonie, darunter auch die Ex-Präsidenten Rafsandschani und Chatami. Ajatollah Chamenei hingegen lobte das Wahlergebnis und würdigte Ahmadinedschad als “mutigen, hart arbeitenden und intelligenten Mann”. Dieser war im Juni mit 63 Prozent der Stimmen wiedergewählt worden. Die Opposition erkennt das Ergebnis nicht an und kritisierte auch den ersten Prozess gegen Teilnehmer an den Massenprotesten, der am Wochenende begann. Bei den Protesten waren mindestens zwanzig Menschen getötet und mehr als 1000 festgenommen worden, manche Quellen sprechen von fast 2000. Auch nach der Bestätigungszeremonie für Ahmadinedschad an diesem Montag versammelten sich wieder Demonstranten in Teheran. Laut Augenzeugen versuchten Sicherheitskräfte, sie auseinanderzutreiben.