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Israel nach Schwulen-Attacke unter Schock

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Israel nach Schwulen-Attacke unter Schock

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In Israel haben hunderte Menschen Abschied von den Opfern des gestrigen Angriffs auf Schwule und Lesben genommen. Ein schwarz gekleideter, maskierter Mann war in der Nacht in ein Jugendzentrum für Homosexuelle in Tel Aviv gestürmt und hatte einen 26-jährigen Gruppenleiter und ein 17-jähriges Mädchen erschossen. Eines der Opfer wurde in der Stadt Modiin beerdigt.

Erneut demonstrierten zahlreiche Menschen gegen die Gewalttat, darunter auch Oppositionsführerin Zipi Livni. Sie hoffe, so die frühere Außenministerin, dass diese Tat einen Wendepunkt markiere und junge Schwulen und Lesben und ihre Eltern stark mache. Israels rechtsgerichteter Ministerpräsident Benjamin Netanjahu verurteilte die Tat und rief zur Toleranz auf. Doch mancher Demonstrant fragt sich, ob die Behörden wirklich genug tun, um den Täter zu finden und die Menschen zu schützen. Auch die mitregierende, ultraorthodoxe Schas-Partei verurteilte die Tat. Die Polizei verhängte eine Nachrichtensperre. Sie geht davon aus, dass der Täter es gezielt auf Schwule und Lesben abgesehen hatte.