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Anschlag in Australien vereitelt

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Anschlag in Australien vereitelt

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Die australische Polizei hat nach eigenen Angaben den schlimmsten Terroranschlag auf australischem Territorium vereitelt. Sie nahm am frühen Morgen nach einer breit angelegten Razzia in Vororten von Melbourne und im rund 150 Kilometer entfernten Colac vier Männer fest, die Verbindung zu einer islamistischen Terrorgruppe haben sollen. Die Verdächtigen im Alter von 22 bis 26 Jahren seien Australier somalischer und libanesischer Herkunft.

Laut Polizei planten sie einen Selbstmordanschlag mit automatischen Waffen auf eine Kaserne in Sydney. “Details der Planung weisen darauf hin, dass die mutmaßlichen Attentäter bereit zu einem anhaltenden Angriff auf das Militär waren, bis sie selbst getötet werden. Die Untersuchung hat außerdem ergeben, dass australische Bürger nach Somalia reisten, um dort an Kämpfen teilzunehmen”, erklärte der leitende Kommissar der Bundespolizei Tony Negus. Neben der Holsworthy-Kaserne in Sydney sollen die Männer auch andere Militäreinrichtungen ausgespäht haben. Ihr Ziel sei gewesen, so viele Soldaten wie möglich zu töten. Seit Januar waren ihnen die Ermittler auch mit elektronischer Überwachung auf der Spur. Gegen einen der Verdächtigen wurde sofort Anklage erhoben. Die Festgenommen sollen mit der radikalen somalischen Islamistengruppe Al-Shabaab in Verbindung stehen, die Gewaltakte in Somalia beging und laut Experten zunehmend Mitglieder auch im Ausland rekrutiert.