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Eskalation in Südossetien

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Eskalation in Südossetien

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Unmittelbar vor dem Jahrestag des Südossetienkrieges haben sich die Spannungen in der Region verschärft. Moskau versetzte am Dienstag seine Truppen im Krisengebiet in erhöhte Bereitschaft. Das russische Außenministerium begründete diesen Schritt mit “anhaltenden Provokationen” von georgischer Seite. Die Lage sei “sehr besorgniserregend”.

Georgien warf Südossetien vor, auf einen Kontrollposten geschossen zu haben; im Gegenzug beschuldigte Südossetion Georgien, ein Grenzdorf mit Granaten beschossen zu haben. Ein georgischer Fernsehsender zeigte Bilder von Holzpfosten. Russische Truppen sollen sie mehrere hundert Meter tief auf georgischem Hoheitsgebiet errichtet haben. Damit habe die Grenze zu Lasten Georgiens verschoben werden sollen. Die Pfosten seien inzwischen wieder entfernt worden. Die schwedische EU-Ratspräsidentschaft zeigte sich besorgt über die erneuten Provokationen zwischen Russland und Georgien. Allerdings habe die EU-Beobachtermission in Georgien keine Beweise gefunden, dass es tatsächlich zu Mörserbeschuss von der einen oder anderen Seite gekommen sei.