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Islamistenkomplott in Australien aufgedeckt

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Islamistenkomplott in Australien aufgedeckt

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Die australische Polizei hat am Dienstag nach eigenen Angaben ein Komplott von Islamisten aufgedeckt. Fünf Personen wurden unter dem dringenden Verdacht, einen Selbstmordanschlag auf eine Kaserne geplant zu haben, festgenommen und dem Untersuchungsrichter vorgeführt. Es handelt sich um Einwanderer aus Somalia und dem Libanon, die die Australische Staatsbürgerschaft besitzen.

Am frühen Morgen hatten mehr als 400 Polizeibeamte und Agenten des Geheimdienstes ASIO 19 Häuser in Vororten von Melbourne durchsucht. “Australien ist ein Goldmedailienziel für Al Kaida. Seit 2001 sind wir nicht mehr erfolgreich angegriffen worden. Somalia, genauergenommen Nordafrika, ist der neue Übungsplatz für Al Kaida. Die Infrastruktur ist da vorhanden und nicht mehr wie vor zehn Jahren in Afghanistan”, stellt Carl Ungerer vom Australian Strategic Policy Institute fest. Nach Auffassung der Ermittler hatte die Gruppe geplant, die Holsworths Kaserne in Sydney und andere Militäreinrichtungen mit Schnellfeuergewehren anzugreifen. Dabei sollten so viele Soldaten wie möglich getötet werden. Die Angreifer wollten solange um sich schießen, bis sie selbst getötet worden wären. Einige Gruppenmitglieder sollen auch darüber beraten haben, ob man den Anschlag durch eine religiöse Instanz billigen lassen solle. Die Gruppe wurde seit Januar elektronisch überwacht. Ihre Planungen seien in einem fortgeschrittenen Stadium gewesen, hieß es von Seiten der Ermittler.