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Proteste gegen "Hosen-Prozess" im Sudan

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Proteste gegen "Hosen-Prozess" im Sudan

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Der Prozess gegen eine Frau im Sudan, die sich wegen des Tragens von Hosen verantworten muss, ist erneut vertagt worden.

Demonstranten, die vor dem Gericht ihre Solidarität bekundeten, wurden mit Tränengas auseinandergetrieben. Die Richter wollen weiter prüfen, ob die angeklagte Journalistin und UN-Mitarbeiterin Immunität genießt.

Doch Lubna el-Hussein besteht auf dem Prozess: Es gehe ihr nicht um einen Freispruch, sondern darum, dass die Gesetze geändert werden – all die Gesetze, die die Freiheit einschränkten und Frauen erniedrigten. Al-Hussein drohen wegen “unanständiger Kleidung” 40 Peitschenhiebe. Sie war zusammen mit anderen Frauen im Juli in einem Restaurant von der Sittenpolizei festgenommen worden, weil sie Hosen trugen. Die anderen wurden bereits ausgepeitscht, doch al-Hussein zog es vor, diese Sitten mit einem international beachteten Prozess anzuprangern.