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Rudd: "Festnahmen mahnen zur Wachsamkeit"

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Rudd: "Festnahmen mahnen zur Wachsamkeit"

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Der australische Ministerpräsident Kevin Rudd hat die Festnahmen als eine “ernüchternde” Erinnerung an die fortdauernde Bedrohung durch den Terrorismus bezeichnet. Die Sicherheitskräfte müssten wachsam bleiben. “Ich bin davon in Kenntnis gesetzt worden, dass die Ereignisse in diesem Stadium keine Änderung der Terrorwarnstufe erforderlich machen. Sie bleibt, wie seit dem 11. September 2001 auf «mittlerem Niveau»”, erklärte Rudd in Cairns.

Für die in Australien lebenden Somalier sind die Ereignisse ein schwer Schlag. Sie fürchten, nun von ihren australischen Mitbürgern unter Generalverdacht gestellt zu werden. “Wenn ich morgen zur Arbeit komme, was werden die Menschen sagen? Sie werden mich für einen Terroristen halten und mich anders behandeln”, fürchtet Abdihakim Farah. “Ich habe Angst, dass wir leiden müssen. Was werden die Medien den Australiern über uns erzählen?”, erklärte Abudrahm Osman, eine Führungspersönlichkeit der somalischen Gemeinde in Melbourne. Die soziale Lage der in Australien lebenden Somalier ist relativ schlecht. Experten befürchteten deshalb bereits seit längerem, dass Extremisten bei ihnen leicht Fuß fassen können.