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Präsident in Mauretanien tritt Amt an

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Präsident in Mauretanien tritt Amt an

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Die Islamische Republik Mauretanien hat wieder einen gewählten Präsidenten. Mohammed Ould Abdel Aziz. Es ist der gleiche Mann, der sich vor einem Jahr in Generalsuniform an die Macht geputscht hatte.

Nun also gewählt mit 52 Prozent der Stimmen im ersten Wahlgang. Nicht nur die Opposition, auch Europäer und Amerikaner hatten Zweifel, ob bei dieser Wahl am 18. Juli wirklich alles mit rechten Dingen zugegangen sei. Für die rund drei Millionen Einwohner ist das zweitrangig. Sie haben seit der Unabhängigkeit von Frankreich 1960 schon gut ein Dutzend Putsche erlebt. Die westlichen Staaten sind vor allem an Sicherheit in der Region der südlichen Sahara interessiert. Denn dort agiert “Al Kaida des Mahgreb”. Und der nun zum dem gewählten Staatsoberhaupt avancierte Putschist hat versprochen, gegen islamische Terroristen hart durchzugreifen. Im Dezember 2007 waren in Mauretanien französische Urlauber ermordet worden, weshalb die berühmte Autorally Dakar, die durch das Land führte, abgesagt wurde. In einem Nachbarland wurden einige der mutmaßlichen Täter festgenommen. Aber erst vor einem Monat wurde in der Hauptstadt von Mauretanien ein Amerikaner auf offener Straße mit drei Kopfschüssen getötet. Der Präsident hofft, dass die nach seinem Putsch eingefrorenen internationalen Hilfsgelder nach der Wahl wieder fließen. Er hat auch versprochen, sie so einzusetzen, dass seine Landsleute nicht mehr zu Tausenden illegal in Europa ihr Glück versuchen.