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Bis September möglicherweise Scheinegrippe-Impfstoff

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Bis September möglicherweise Scheinegrippe-Impfstoff

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Nach Auffassung der Weltgesundheitsorganisation wird im kommenden Monat möglicherweise ein Impfstoff gegen die sogenannte Schweinegrippe zur Verfügung stehen. Zumindest werde dann in fünf Ländern, darunter auch Deutschland, die erste klinische Testphase abgeschlossen. Die zuständige Direktorin der Weltgesundheitsorganisation, Marie-Paule Kieny, sagte, erste Ergebnisse der klinischen Tests würden in der ersten Septemberhälfte vorliegen. Wenn sie positiv seien, dann werde man auch wissen, in welcher Dosierung der Impfstoff verabreicht werden müsse. Bislang sind weltweit 1154 Menschen am H1N1-Virus gestorben, infiziert sind mehr als 162.000. Kieny sagte weiter, bei einer weitreichenden Impfung der Bevölkerung werde es ohne Zweifel auch zu Nebenwirkungen kommen. Doch in den meisten Fällen werde kein Zusammenhang mit dem Impfstoff bestehen, sie seien vorübergehend und würden wohl auch aus anderen Gründen auftreten. Zunächst sollen besonders Bedürftige wie Kinder, Schwangere und ätere Menschen geimpft werden. Die Weltgesundheitsorganisation geht davon aus, dass sich bis zu zwei Milliarden Menschen infizieren könnten. Sie hatte die Schweinegrippe im Juni als Pandemie eingestuft und die rasche Entwicklung eines Impfstoffes gefordert. Zunächst bleibt das einzig wirksame Mittel aber weiterhin der Schutz vor Ansteckung.