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Grünes Licht der Türkei für "South Stream"

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Grünes Licht der Türkei für "South Stream"

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Russland und die Türkei wollen an diesem Donnerstag eine Vereinbarung über den Bau der Gaspipeline “South Stream” unterzeichnen. Die Ministerpräsidenten Putin und Erdogan werden in Ankara auch über andere Pipeline-Projekte und über eine engere Zusammenarbeit im Energiesektor beraten.

Die Türkei habe grundsätzlich zugestimmt, dass “South Stream” durch türkisches Hoheitsgewässer verlegt wird, hieß es aus Kreisen der russischen Regierung. Für das Konkurrenz-Projekt “Nabucco”, an dem sich mehrere EU-Staaten beteiligen, war im Juli in Ankara ein Abkommen paraphiert worden. Die Türkei, eins der Schlüsselländer für den Gas- und Öltransit, hält sich damit die Türen zu beiden Seiten, Europa wie Russland offen. Sie selbst ist nach Deutschland und Italien Russlands größter Gas-Kunde. Mit der Nabucco-Pipeline, die Russland umgeht, hoffen die europäischen Staaten, ihre Abhängigkeit von russischen Gaslieferungen zu mindern. Kritiker fragen sich allerdings, ob die zu transportierenden Gasmengen ausreichen, um beide Pipelines wirtschaftlich betreiben zu lassen.