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Erster Jahrestag des georgisch-russischen Krieges

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Erster Jahrestag des georgisch-russischen Krieges

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Ein Jahr nach Beginn des Kaukasuskrieges hat Georgien der Opfer des militärischen Konflikts mit Russland gedacht. Hunderte von Menschen waren während der fünftägigen Kriegshandlungen ums Leben gekommen.

Der Krieg begann mit einem Angriff von den USA ausgebildeter georgischer Truppen auf die abtrünnige Region Südossetien, die von Russland als unabhängig anerkannt wird. Russische Truppen marschierten daraufhin in Georgien ein. Für Präsident Saakaschwili ist Moskau verantwortlich für den Krieg: “Einige verschließen weiterhin die Augen vor illegaler Besetzung und ethnischer Säuberung”, so Saakaschwili, “aber in einer demokratischen Welt obsiegt die Wahrheit über die Lüge und das Gute besiegt das Böse.” Präsident Dmitri Medwedew verteidigte derweil noch einmal das russische Vorgehen in Georgien und auch die oppositionellen Kommunisten stellten sich hinter die Regierung. Bei einer Protestveranstalung vor der US-Botschaft in Moskau sagte der Parteivorsitzende Gennadij Sjuganow: “Dies war der erste Versuch, uns dem amerkianischen Globalismus und den Generälen der NATO zu unterwerfen. Saakaschwili und seine Söldner sind auf ganzer Linie gescheitert, doch dies muss uns allen eine Lehre sein.” Russische Truppen sind weiterhin in Südossetien stationiert. Beobachter der Europäischen Union in Georgien bezeichnen die Lage im ehemaligen Kampfgebiet als angespannt aber ruhig.