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Frankreichs Topbanker von Regierungschef einbestellt

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Frankreichs Topbanker von Regierungschef einbestellt

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In Frankreich ist nach Enthüllungen der Tageszeitung “Libération” eine heftige Debatte um Boni im Bankgewerbe entbrannt.

Ministerpräsident François Fillon berief die Führungskräfte der französischen Banken im Matignon ein. Mitten in der Wirtschaftskrise werden wieder Milliarden an die Investbanker ausgezahlt, – von Banken, die massiv vom Staat gestützt wurden.

BNP-Paribas-Chef Baudouin Prot beteuerte: “Was die Prämien für die Banker angeht, so haben sich die französischen Banken darauf geeinigt, dass die Situation nie wieder so wird wie vor der Krise. Wir haben uns dazu entschlossen, die Empfehlungen des G-20-Gipfels umzusetzen. Wir halten uns daran.” Auf dem G-20-Gipfel hatten die Staats- und Regierungschef die Banken dazu aufgerufen, die Boni zu staffeln, außerdem keine Prämien mehr im Vorhinein zu garantieren und vor allem bei allen Boni Mäßigung walten zu lassen. Von der Mäßigung ist bei den amerikanischen Großbanken schon nicht mehr viel zu spüren. Das Finanzinstitut Goldman Sachs, das von der US-Regierung massiv gestützt werden musste, ist wegen seiner erneuten, milliardenschweren Bonuszahlungen mittlerweile ins Visier der Branchenaufsicht geraten.