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Gnade für "Great Train Robber" Ronnie Biggs

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Gnade für "Great Train Robber" Ronnie Biggs

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Für Ronnie Biggs, den legendären Gangster des “Großen Postzugraubes”, der jahrelang die Justiz narrte, war dies die letzte Nacht hinter Gitter. Kurz vor seinem 80. Geburtstag ist der schwerkranke Räuber vom britischen Justizminister Jack Straw begnadigt worden, damit er zu Hause sterben kann. Noch im Juli hatte Straw dies verweigert, weil Biggs keine Reue zeige.

Der Sohn von Biggs hatte lange um die Entlassung gekämpft, nun ist er erleichtert: “Ich bin sehr froh. Am Ende hat sich der gesunde Menschenverstand durchgesetzt. Ich hoffe nur, dass mein Vater seinen Geburtstag noch erleben kann und noch die Zeit, die ihm auf dieser Erde bleibt.” 1963 hatte Biggs mit anderen Gangstern den Postzug überfallen und nach heutigen Maßstäben knapp 50 Millionen Euro erbeutet. Den Schaffner schlugen sie mit einer Eisenstange auf den Kopf. Die Räuber wurden bald gefasst und Biggs zu 30 Jahren Haft verurteilt. Doch gelang ihm wenig später die Flucht. Unter falscher Identität lebte er in Australien und Brasilien und entwischte den Verfolgern immer wieder. 2001 kam er als kranker Mann freiwillig nach Großbritannien zurück, um noch einmal ein Pint Bier zu trinken – und landete sofort im Gefängnis.