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Pakistanischer Taliban-Chef tot

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Pakistanischer Taliban-Chef tot

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Der Chef der pakistanischen Taliban, Baitullah Mehsud, ist nach Angaben der islamistischen Aufständischen tot. Er sei bereits am vergangenen Mittwoch bei einem Angriff einer US-Drohne getötet worden, sagte ein Anführer und Weggefährte Mehsuds. Sein Nachfolger soll noch heute bekanntgegeben werden. Mehsuds Schwager habe ihnen die Information gegeben, dass Mehsud, vier seiner Mitstreiter und seine Frau bei dem Angriff am Mittwoch getötet worden seien, sagte ein Taliban-Anführer.

Der Chef der Islamisten soll bei einem US-Angriff im Stammesgebiet Süd-Waziristan an der Grenze zu Afghanistan ums Leben gekommen sein. Mehsud galt als wichtigster Staatsfeind der pakistanischen Regierung. Für viele Pakistani ist aber selbst mit dem Tod Mehsuds das Problem keinesfalls gelöst. Das sei eine Frage des Systems; ein Baitullah sterbe, ein anderer werde geboren, vernimmt man auf den Straßen Islamabads.

Das größte Versagen des pakistanischen Systems bestehe darin, dass es die amerikanische Sklaverei akzeptiert habe. Solange man keine eigene Politik mache und die eigene Mentalität ändere, solange würden noch viele Baitullahs geboren und das Land zerstören.

Die pakistanische Regierung macht Mehsud unter anderem für den Mord an der ehemaligen Ministerpräsidentin Benazir Bhutto verantwortlich. Auch der Anschlag auf das Marriott-Hotel in Islamabad im Herbst vergangenen Jahres soll auf das Konto seiner Gruppe gehen. Dabei waren mehr als 50 Menschen getötet worden.