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Russland: Zu viele Verkehrstote

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Russland: Zu viele Verkehrstote

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Der russische Präsident schlägt Alarm: Die Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle im Land ist zu hoch. Deshalb forderte er jetzt radikale Gegenmaßnahmen. Jeder wisse doch, wie man in Russland seine Fahrerlaubnis bekomme – durch Bestechung, klagte Dmitri Medwedew im Rahmen eines Treffens zur Verkehrssicherheit öffentlich das System an. Und wartete mit Zahlen auf: Mehr als 11.000 Menschen seien seit Jahresbeginn bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen. Die Verkehrstoten hätten die russische Wirtschaft in fünf Jahren umgerechnet 125 Milliarden Euro gekostet.

“Einer Studie der zuständigen Kontrollbehörde zufolge kümmert sich praktisch niemand, keine einzige Institution, direkt um die Verkehrsregelung auf den Straßen in und zwischen den Städten. Aber genau dort, in Städten und Dörfern, ereignen sich fast zwei Drittel aller Unfälle”, bemängelte Medwedew. Den Polizisten hielt der Präsident vor, zu den bestechlichsten im ganzen Land zu gehören. Nach einer Reihe schwerer Unfälle in jüngster Zeit sprach er sich unter anderem dafür aus, die Kontrollen durch die Behörde für Verkehrssicherheit zu verschärfen.