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Gedenken an Kriegsbeginn

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Gedenken an Kriegsbeginn

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Unter anderem mit der Eröffnung eines sogenannten “Völkermordmuseums” wurde in Südossetiens Hauptstadt Zchinwali des Beginns des Krieges zwischen Georgien und Russland im vergangenen Jahr gedacht. Vor genau einem Jahr, um 23.35 Uhr örtlicher Zeit, begannen georgische Truppen Südossetien zu besetzen. Daraufhin griff die russische Armee in den Konflikt ein und besetzte vorübergehend auch georgisches Kerngebiet. Den meisten Südosseten gilt Georgiens Präsident Michail Saakaschwili als Diktator. Auch Georgien gedachte des Kriegsbeginns und der Opfer. In Gori verurteilte Saakaschwili den russischen Einmarsch und die Anerkennung der abtrünnigen Gebiete Südossetien und Abchasien durch Moskau. Bereits 1989 und 1990 war es zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Südossetien und Georgien gekommen, bei denen russische Truppen auf der Seite der Südosseten eingriffen. “Wir wollen unsere Feinde besiegen”, so Saakaschwili, “aber mit friedlichen Mitteln. Wir wollen unsere demokratischen Instituionen durch eine stetige Entwicklung unserer Wirtschaft und unsere Integration in Europa stärken. Wir wollen jedem georgischen Kind eine Perspektive bieten; wir wollen Frieden, denn wir gewinnen mit dem Frieden.” In dem Krieg im vergangenen Jahr kamen mindestens 390 Zivilisten Leben. Mehr als 190.000 Menschen verloren ihr Zuhause.