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Italien legalisiert Bürgerpatrouillen

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Italien legalisiert Bürgerpatrouillen

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In Italien gibt es ab Samstag Bürgerpatrouillen in den größeren Städten. Ihre Aufgabe ist die Unterstützung von Polizei und Militär bei der Bekämpfung von Kriminalität und illegaler Einwanderung. Mitglieder der umstrittenenen Patrouillen müssen 25 Jahre alt sein und eine umfassende Ausbildung erhalten haben.

Eine Passantin sagt, sie habe etwas Angst vor diesen Gruppen: “Wir haben doch schon Soldaten und Polizisten auf den Straßen. Das muss doch reichen.” Ein anderer ist sich nicht sicher, aber glaubt, die Patrouillen könnten dazu beitragen, die Gewalt auf den Straßen zu verringern. Martialisches Auftreten mit Waffen oder Uniformen ist den zivilen Ordnungshütern ausdrücklich untersagt. “Es geht hier nur um Prävention”, sagt einer der “Schutzengel”. “Wir sind keine Rabauken, sondern stehen für Solidarität und Sicherheit, wie es auf unseren T-Shirts steht.” Kritiker der Bürgerpatrouillen fürchten, dass sie von rechten Extremisten oder Rassisten infiltriert werden könnten und so mehr Gewalt verursachen als verhindern.