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Medwedew: Südossetien "endgültig" unabhängig

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Medwedew: Südossetien "endgültig" unabhängig

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Zum ersten Jahrestag des Kaukasuskrieges hat der russische Präsident Dmitri Medwedew die Opfer des Konflikts mit Georgien geehrt. Die Gedenkfeier fand in der südrussischen Stadt Wladikawkas statt, in unmittelbarer Nähe zur von Georgien abtrünnigen Region Südossetien. Hier hatte der Konflikt begonnen, als georgische Truppen das von Russland als unabhänig anerkannte Territorium angriffen und russische Truppen in Geogien einmarschierten.

“Georgiens militärische Aggression hat die politische Landkarte des Kaukasus neu gestaltet”, so Medwedew, “und diese Änderungen sind endgültig.” Das bedeutet aus russischer Sicht, dass Georgien die Souveränität über die Regionen Südossetien und Abchasien ein für alle Mal verloren hat. Die Präsidenten der beiden Regionen, deren Unabhängigkeit nur von Russland und Nicaragua anerkannt wird, haben derweil in der südossetischen Hauptstadt Zchinwali an der Eröffnung eines Genozid-Museums teilgenommen, das einen angeblich von Georgien begangenen Völkermord belegen soll. Am Samstag hatte der georgische Präsident Mikhail Saakaschwili erneut Russland für den Konflikt verantwortlich gemacht. Er warf Moskau vor, die umstrittenen Regionen illegal zu besetzen und Georgier aus ihrer Heimat zu vertreiben.