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Fahndung nach Attentätern

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Fahndung nach Attentätern

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Auf Mallorca verfolgt die Polizei nach den jüngsten Bombenanschlägen in Palma offenbar auf eine erste Spur. Die Ermittler gehen davon aus, dass es der Terrororganisation ETA schon vor Wochen gelang, eine lokales Kommando auf der Insel aufzubauen.

Diese Gruppe habe dann möglicherweise bereits den ersten tödlichen Anschlag vor 10 Tagen verübt. Die drei folgenden Anschläge gestern auf Restaurants in Palma wurden dabei möglicherweise gleichzeitig vorbereitet und später ferngezündet. Gefahndet wird in diesem Kontext nach einem weiblichen ETA-Mitglied, das von Augenzeugen in der Nähe des Tatorts vom 30 Juli gesehen worden ist, sowie nach 5 weiteren Verdächtigen. Wie die ETA in einem Kommunique vom Sonntag erklärte, war es Ziel der Anschläge, unter Beweis zu stellen, das die Strategie der Regierung, die ETA mit polizeilichen Mitteln zu bekämpfen fehlgeschlagen sei. Ob die Terrororganisation den Tourismus nachhaltig stören konnte ist zweifelhaft. Dieser Spanier sagt: “Ich besuche schon deswegen die Restaurants hier am Tatort, um diesen Leuten zu zeigen, das sie mit ihrer Absicht nicht durchkommen.” Auch am Strand weitgehende Ruhe. Von Panik unter den Touristen keine Spur. Eine weitere Urlauberin bestätigt: “Ich komme oft hierher. Es ist für mich kein Problem und ich fühle mich auch sicher.” Auch zu Stornierungen ist es nach Angaben von Reiseverantstaltern bislang kaum gekommen. Einige Last-Minute-Reisende überlegen aber, wie hier in Düsseldorf: “Also jetzt würden wir dann gerne noch überall hinfliegen, aber definitiv nicht mehr nach Mallorca. Also, da bekommt man schon ein bisschen Angst.” Das deutsche Außenministerium erklärte allerdings, eine Reisewarnung, für die Ferieninsel sei momentan völlig abwegig.