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Schauprozess im Iran verstimmt EU

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Schauprozess im Iran verstimmt EU

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Der Prozess gegen mehr als 100 Gegner des umstrittenen iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad hat die Beziehungen zwischen Teheran und der EU verschlechtert. Die 24 Jahre alte EU-Bürgerin Clotilde Reiss steht im Iran vor Gericht. Der französischen Sprachlehrerin wird unter anderem Spionage vorgeworfen. Ihr droht die Todesstrafe.

Der schwedische EU-Ratspräsident Carl Bildt verlangte die sofortige Freilassung der Angeklagten. Teheran fordere die gesamte EU heraus, sagte er. Irans Fühgrung hat die Kritik der Europäer scharf zurückgewiesen. Die Verfahren seien eine interne juristische Angelegenheit des Irans und nicht Sache der EU, sagte ein Sprecher. Empörung in Europa. Frankreichs Außenminister Bernard Kouchner sagte: “Die Anschuldigungen sind falsch. Clotilde Reiss ist unschuldig. Sie hat nichts gemacht. Sie ist nur bei den Demonstrationen mit den Anderen mitmarschiert.” Die Revolutionsgarden verlangten, dass Oppositionsführer Mirhussein Mussawi ebenfalls vor Gericht gestellt wird. Doch das wollen sie jetzt nicht mehr.