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Urteil gegen Friedensnobelpreisträgerin

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Urteil gegen Friedensnobelpreisträgerin

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Birmas Oppositionspolitikerin Aung San Suu Kyi ist zu weiteren 18 Monaten Hausarrest verurteilt worden. Ein Sondergericht in Rangun befand die 64-jährige Friedensnobelpreisträgerin für schuldig, gegen Auflagen ihres schon seit Jahren andauernden Hausarrests verstoßen zu haben. Das Gericht verhängte gegen sie eine Strafe von drei Jahren Gefängnis mit Zwangsarbeit, wandelte die aber sofort in 18 Monate Hausarrest um.
 
Der US-Amerikaner John Yettaw stand ebenfalls vor Gericht, weil er unerlaubt Suu Kyi in ihrem Haus besucht hatte. Er war durch den See zu ihrem Anwesen geschwommen, angeblich um Suu Kyi vor einem Anschlag zu warnen. Er wurden von dem Sondergericht zu sieben Jahren Gefängnis mit schwerer Zwangsarbeit verurteilt. Er begründete seinen Besuch bei ihr damit, dass er von Gott schickt worden war.

Mit dem Urteil verhindert die herrschende Militärjunta Myanmas ehemals Birma, dass die Oppositionspolitikerin vor den Wahlen im nächsten Jahr, wieder politisch aktiv werden kann.