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Bundestagswahlkampf: Dekolletés und... Mauerbau

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Bundestagswahlkampf: Dekolletés und... Mauerbau

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Ein freizügiges Plakat hat im deutschen Bundestagswahlkampf einen Riesenwirbel verursacht – aber ob das hilft? Mit tiefem Dektolleté bewirbt sich die CDU-Kandiatin Vera Lengsfeld im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg um ein Direktmandat im Bundestag. Ausgerechnet dort, wo die Grünen seit zwei Legislaturperioden ihr einziges Direktmandat gewinnen, und die CDU nur knapp über 10 Prozent kommt.

Den Wahlkampf auf die Schippe nimmt die Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative, abgekürzt: die PARTEI. Der frühere Titanic-Chefredakteur Martin Sonneborn ist PARTEI-Chef. Für ihn sind SPD und CDU zum verwechseln ähnlich, die FDP sei eine Spaßpartei geworden, einzig die PARTEI habe ein konkretes Programm: sie wolle Deutschland wieder spalten. Dazu soll die Mauer wieder aufgebaut werden, möglichst mit den Orginal-Betonbrocken, die erst in aller Welt wiedergefunden werden müssen. Aber wirklich Angst vor dem baldigen Mauer-Wiederaufbau braucht keiner zu haben: die PARTEI ist zur Bundestagswahl gar nicht zugelassen.