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Putin verschärft Spannungen

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Putin verschärft Spannungen

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Ein Jahr nach dem Kaukasuskonflikt hat Russlands Ministerpräsident Wladimir Putin überraschend Abchasien besucht. Es war Putins erster Besuch seit Anerkennung der Provinz im August vergangenen Jahres. Der abtrünnigen georgischen Provinz hat er demonstrativ seine Unterstützung zugesagt, falls nötig auch Militärische. Tiflis nannte den Besuch eine Provokation. Internationale Beobachter sahen das auch kritisch. Darauf sagte Wladimir Putin: “Wir sind nicht gegen ausländische Beobachter in Abchasien. Ob UNO oder OSZE. Sie sollten nur die Realitäten anerkennen. Sie sollten eine Vereinbarung schließen, die die Unabhängigkeit und internationale Persönlichkeit des Landes anerkennt. Das ist alles.”

Putin versprach, dass Russland mehr als 300 Millionen Euro investieren wird, um Militärbasen zu bauen und die Grenzen zu Georgien sichern. Das empört die Georgier. Ihr Außenminister Alexander Nalbandov erklärte: “Das ist leider wieder so eine Herausforderung die nicht nur Georgien betrifft, sondern die ganze internationale Gemeinschaft. Es beweist, dass Russland seinen internationalen Verpflichtungen nicht nachkommen will.” Putin schloss einen erneuten militärischen Konflikt mit Georgien nicht aus, solange Präsident Michail Saakaschwili dort im Amt ist.