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Spekulationen um "Arctic Sea"

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Spekulationen um "Arctic Sea"

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Nach dem mysteriösen Verschwinden des Frachters “Arctic Sea” wird nun über die möglichen Hintergründe spekuliert. Neben der Möglichkeit eines Piratenüberfalls in Nord- oder Ostsee brachten Experten auch einen Waffen- oder Drogenschmuggel sowie die Beteiligung der osteuropäischen Mafia ins Gespräch. Das Schiff ist seit der Fahrt durch den Ärmelkanal vor gut zwei Wochen samt der 15-köpfigen ussischen Besatzung spurlos verschwunden. Bei ihrer Suche konzentrierte sich die russische Marine auf die Gegend um Gibraltar. Die unter maltesischer Flagge für eine finnische Reederei Holz nach Algerien bringen sollte, hätte die Meerenge auf ihrem Weg eigentlich passieren müssen.

Den letzten Funkkontakt zu dem Schiff hatte die britische Küstenwache am 28. Juli. Zwei Tage später wurde das Schiff zum letzten Mal vor der nordfranzösischen Küste geortet, seither fehlt von dem Frachter jede Spur. Olivier Colas von der Küstenwache Brest sagt, das Schiff sei in keiner Weise auffällig gewesen. Es habe sich verhalten wie allen anderen Schiffe auch, es habe überhaupt keinen Grund gegeben, darauf aufmerksam zu werden. Die spanischen Behörden wiesen Berichte zurück, nach denen die “Arctic Sea” San Sebastián angelaufen haben soll. Der Hafen der nordspanischen Küstenstadt sei dafür zu klein.