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Frankreich gegen "Burkini"

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Frankreich gegen "Burkini"

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Eine muslimische Französin wollte mit einem Ganzkörperanzug bei Paris ins Schwimmbad. Das wurde ihr vom Bademeister aus hygienischen Gründen verwehrt. Der sogenannte “Burkini” eine Kombination aus langer Hose, Tunika und badehaubenartigen Schleier ist in Bädern unerwünscht. Die Muslimin wollte zuvor wissen, wo sie schwimmen gehen könnte. Carole erzählte: “Zwei Bademeister lehnten gleich ab. Der in Emery sagte, ich könne kommen, er müsse es nur genehmigen lassen.”

Die Frau hat bei der Polizei Anzeige wegen Diskriminierung erstattet. Doch die hat die Annahme der Anzeige verweigert. Aus rechtlichen Gründen. Dazu meinte Daniel Guillaume, Regionalverantwortlicher: “Das Gesetz in Frankreich verbietet Boxer-Shorts, T-Shirts, Shorts und Bermudas in öffentlichen und privaten Pools. Und die Dame kam leider vollbekleidet.” Abgeordnete nannten den Autritt der Frau eine Provokation. Der Burkini ist mittlerweile ein Verkaufsschlager und kostet zwischen 50 und 100 Euro.