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Merkel und Medwedew für engere wirtschaftliche Zusammenarbeit

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Merkel und Medwedew für engere wirtschaftliche Zusammenarbeit

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Die deutsche Bundeskanzlerin und der Präsident Russlands haben sich für eine wesentlich engere Zusammenarbeit beider Länder in Wirtschaftsfragen ausgesprochen. Angela Merkel war zu Dimitri Medewedew in den russischen Schwarzmeer-Kurort Sotschi gereist, – wie es inzwischen Tradition ist in den deutsch-russischen Beziehungen.

Man müsse in jenen Bereichen investieren, in denen die wirtschaftlichen Aktivitäten noch nicht das normale Maß erreicht hätten, erklärte der russische Präsident mit Hinweis auch auf das Elektronik-Unternehmen Infineon: Es gehe schließlich um den Hoch-Technologie-Bereich, im dem es Russland noch an so manchem fehle; solche Investitionen wären gut für die Verbesserung der russischen Wirtschaftsstruktur.

Merkel forderte eine Aufklärung der “abscheulichen Morde” an russischen Menschenrechtlern: Es müsse alles getan werden, um die Täter zur Rechenschaft zu ziehen. Sie habe einmal mehr deutlich gemacht, dass “wir dies verurteilen”, wie dies auch die russische Seite getan habe. Sie wisse, dass dem russischen Präsidenten Menschenrechtsfragen “sehr am Herzen liegen”. Es liege im gemeinsamen Interesse, dass Nicht-Regierungs-Organistionen in Russland tätig sein könnten.

Erst am Dienstag war die Leiterin einer Hilfsorganisation in der russischen Teilrepublik Tschetschenien ermordet worden; auch ihr Mann wurde getötet. Der Kremlchef forderte den moskautreuen Präsidenten Tschetscheniens, Ramsan Kadyrow, auf, die jüngsten Bluttaten so schnell wie möglich aufzuklären. Die Täter wollten die Region weiter destabilisieren, sagte Medwedew.