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Spanien kommt nicht aus der Krise

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Spanien kommt nicht aus der Krise

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Spanien steckt weiter in der Wirtschaftskrise – die neuen Zahlen fallen viel schlechter aus als noch am Tag zuvor die Daten aus Deutschland und Frankreich.

Das spanische Bruttoinlandsprodukt ist vom ersten zum zweiten Quartal erneut geschrumpft, um ein Prozent. Das ist zwar weit weniger als die 1,9 Prozent aus dem ersten Quartal – aber immer noch viel, und vor allem mehr als anderswo. Es fehle gegenüber anderen Ländern am Vertrauen der Verbraucher und an der Binnennachfrage, sagt Daniel Alonso, ein spanischer Börsenfachmann. Aber er rechne für die nächsten Quartale mit besseren Arbeitslosenzahlen, und dann werde Spanien den anderen Ländern nachfolgen. Zur Zeit hat Spanien mit achtzehn Prozent die höchste Arbeitslosigkeit in der EU – doppelt so hoch wie im EU-Durchschnitt. Andere Länder stehen inzwischen wieder besser da, allen voran Deutschland und Frankreich, Europas größte Volkswirtschaften. Beide meldeten vom ersten auf das zweite Quartal gerade erst überraschend ein leichtes Wachstum – zum ersten Mal nach über einem Jahr. Ein Hoffnungsschimmer – aber im Vergleich zum Vorjahr fallen nach wie vor alle Vergleiche vernichtend aus.