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Fatah wählt gebürtigen Israeli und Juden in Revolutionsrat

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Fatah wählt gebürtigen Israeli und Juden in Revolutionsrat

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Erstmals in ihrer Geschichte hat die Palästinenserorganisation Fatah einen gebürtigen Israeli und Juden in ihren Revolutionsrat gewählt: Uri Davis tritt seit den Sechziger Jahren für die Anliegen der Palästinenser ein, der arabischen Palästinenser, wie er betont, denn er bezeichnet sich selbst als einen solchen: Er sei ein palästinensischer Hebräer jüdischer Abkunft, erläuterte Davis. Ein Jude sei er nicht, aber Bürger des “Apartheidstaates” Israel. Er hoffe, einen positiven Beitrag im Revolutionsrat leisten zu können.

Uri Davis lehrt an der arabischen Al Quds Universität in Jersusalem. In der Stadt wurde er auch geboren, und deshalb – so erklärte er – sei er Palästinenser “wie jeder hier.” Der Fatah von Jassir Arafat trat er Mitte der Achtziger Jahre bei. Die heute von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas geführte Organisation hielt in Ramallah im Westjordanland ihren 6.Parteitag ab. Dabei wurden fast zwei Drittel der 128 Mitglieder des Revolutionsrates gewählt, sowie fast das gesamte Zentralkomittee, das 23 Mitglieder hat.