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Nach Suu Kyi-Besuch: US-Bürger verlässt Myanmar

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Nach Suu Kyi-Besuch: US-Bürger verlässt Myanmar

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Ein in Myanmar, dem früheren Birma inhaftierter US-Bürger ist frei. John Jettaw hat nach Vermittlung des US-Senators Jim Webb das Land verlassen. Der Mormonenpriester war zu sieben Jahren Arbeitslager verurteilt worden, weil er im Mai die Nobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi im Hausarrest besucht hatte. Dazu hatte er einen See durchschwommen.

Als erster US-Politiker traf der demokratische Senator auch den Chef der Militärjunta, Than Shwe. Außerdem konnte Webb in einem Gästehaus der Miliärjunta in Rangun mit Suu Kyi sprechen. Der auslaufende Hausarrest der Oppositionsführerin wurde um eineinhalb Jahre verlängert. Damit kann sie nicht an den für das kommende Jahr versprochenen Wahlen teilnehmen. Suu Kyi kämpft seit mehr als 20 Jahren für ein demokratisches Birma. 1990 gewann ihre Partei die Wahlen, das Ergebnis erkannten die Militärs aber nicht an. Seitdem verbrachte sie die meiste Zeit in Gefangenschaft. In Birma sind nach Angaben von Oppositionsgruppen mehr als 2000 politische Gefangene inhaftiert.