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Taliban kündigen Anschläge bei Wahlen an

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Taliban kündigen Anschläge bei Wahlen an

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Wenige Tage vor den Wahlen in Afghanistan hat ein Sprecher der aufständischen Taliban die Wähler davor gewarnt, zur Abstimmung zu gehen: Es werde zahlreiche Selbstmordanschläge geben; Wahlwillige würden auch direkt angegriffen werden. Der Sprecher dementierte außerdem Angaben, einzelne Taliban-Kommandeure hätten örtliche Stillhalte-Abkommen geschlossen. Dies hatte zuvor der Geheimdienstchef berichtet.

Unterdessen erklärte Verteidigungsminister Abdul Rahim Wardak, die afghanischen Truppen würden am Wahltag nicht in die Offensive gehen. Die Wahl sei wegen der Sicherheitslage ein schwieriges Unterfangen, fügte der Minister hinzu.

Erst am Vortag hatten die radikalislamischen Rebellen erneut ihre Schlagkraft demonstriert: mit einem Selbstmordanschlag vor dem Hauptquartier der internationalen Schutztruppe ISAF in der massiv abgesicherten Stadtmitte von Kabul.

Bei der Präsidentenwahl am kommenden Donnerstag ist Amtsinhaber Hamid Karsai zwar Favorit, doch könnte eine Stichwahl nötig werden. Wahlhelfer erläutern den Stimmberechtigten die Wahlprozedur. Unterdessen sind Hubschrauber und tausende Esel unterwegs, um Wahlurnen in entlegene Dörfer zu bringen.