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300.000 Dollar Kaution für Reiss

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300.000 Dollar Kaution für Reiss

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Für die Entlassung der Französin Clotilde Reiss aus der Haft im Iran hat Frankreich laut iranischen Agenturberichten rund 300.000 Dollar, mehr als 200.000 Euro gezahlt. Frankreich wollte keine Beträge nennen.
 
Reiss wird wegen Beteiligung an den regimekritischen Demonstrationen im Iran der Prozess gemacht. Die Justiz wirft ihr vor, Demonstranten aufgewiegelt und der französischen Botschaft einen Bericht geschrieben zu haben.
 
Von französischer Seite wurde dies dementiert, Reiss habe lediglich private Fotos und E-Mails verschickt. Nach sechs Wochen Haft konnte die 24-Jährige unter Auflagen das Gefängnis verlassen, sie muss nun in der französischen Botschaft in Teheran bleiben. Syrien vermittelte die Haftentlassung.
 
Die größte Oppositionszeitung, die wiederholt über Folter und sexuellen Missbrauch der verhafteten Demonstranten berichtet hatte, ist nach eigenen Angaben vorübergehend verboten worden. An diesem Montag konnte das Blatt des konservativen Reformers Mehdi Karrubi nicht erscheinen. Karrubi war einer der Herausforderer Präsident Ahmadinedschads. Die Behörden dementierten das Zeitungsverbot und sprachen von technischen Problemen.