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Arctic Sea gefunden

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Was hat sich auf der Arctic Sea abgespielt? Das versuchen die russischen Behörden jetzt nach dreiwöchiger Geisterfahrt des finnischen Frachters herauszufinden. In der Nacht von Sonntag zu Montag um 23 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit hatten sie das Schiff rund 300 Seemeilen vor der kapverdischen Küste aufgespürt. Die 15 russischen Seeleute an Bord seien gesund, teilte der Verteidigungsminister mit. Sie stiegen auf eine russische Fregatte um und werden nun vernommen.  
 
Warum die mit Arctic Sea Ende Juli von ihrem Kurs von Finnland Richtung Algerien abkam und bis nach Westafrika gelangte, blieb zunächst weiterhin unklar. Ebenso, ob die finnische Reederei Lösegeld zahlte.
 
Laut Russlands NATO-Botschafter war die Situation ernst, er sprach von einer glänzenden Rettungsaktion. Der Frachter war mit Holz im Wert von über einer Million Euro beladen. Doch ranken sich Gerüchte um eine heimliche Fracht, möglicherweise Waffen, die das Schiff für Piraten interessant gemacht haben könnten. Auch über Drogenschmuggel oder interne Mafia-Kämpfe wurde spekuliert. Die russischen Ermittler wollten in Kürze erste Details bekannt geben.