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Auch in Japan Rezession überstanden

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Auch in Japan Rezession überstanden

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Nach Deutschland und Frankreich ist Japan die dritte führende Wirtschaftsnation, die wieder Wachstum verzeichnet. Dennoch sind viele Ökonomen skeptisch, dass schon so schnell nach dem schärfsten Konjunktureinbruch der Nachkriegszeit eine wirklich dauerhafte Erholung möglich ist. Im zweiten Quartal dieses Jahres stieg das Bruttoinlandsprodukt um 0,9 Prozent im Vergleich zum Vorquartal; auf das Jahr gerechnet ergibt das ein Plus von 3,7 Prozent.

Knapp zwei Wochen vor den Wahlen liegt der konservative Regierungschef Taro Aso in den Umfragen weit hinter der Opposition. Die neuen Zahlen lassen ihn ein wenig aufatmen, doch kommen sie wahrscheinlich zu spät, um die Tendenz noch umzukehren. Darum gibt Aso sich vorsichtig: Es sei das erste positive Zeichen seit weit über einem Jahr, aber die Menschen müssten den Aufschwung erst noch selbst spüren. Er verspreche, der Wirtschaft des Landes wieder auf die Beine zu helfen. Grund für die relativ guten Zahlen ist vor allem die Zunahme der Ausfuhren in die Nachbarländer. Zudem ermutigten die massiven Konjunkturspritzen die Verbraucher im Lande zu mehr Ausgaben – doch gleichzeitig nähert sich die Arbeitslosigkeit dem Nachkriegsrekord von 5,5 Prozent und die Börse in Tokio brach um minus 3,1 Prozent ein. Für die Anleger waren die neuen Zahlen wenig überzeugend: sie hatten mit noch viel besseren Nachrichten gerechnet.