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Ende der Rezession in Japan

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Ende der Rezession in Japan

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Japans Wirtschaft ist erstmals seit mehr als einem Jahr wieder gewachsen. Wie die Regierung aufgrund vorläufiger Zahlen bekanntgab, legte die Wirtschaft nach fünf negativen Quartalen um 0,9 Prozent zu. Das Bruttoinlandsprodukt stieg zwischen April und Juni um eine Jahresrate von 3,7 Prozent, während in den USA die Wirtschaft weiter schrumpft und in der Eurozone stagniert.

Für Wirtschaftsminister Yoshimasa Hayashi ist das aber kein Grund zur Entwarnung: Die Bedingungen blieben hart, sagt er, dennoch erwarte er, dass sich die Wirtschaft erhole. Zuvor hatten auch Deutschland, Frankreich und Hongkong die Rezession verlassen. Zum Aufschwung beigetragen hätten staatliche Konjunkturspritzen und private Konsumausgaben, so die japanische Regierung. Doch die Investitionen der Unternehmen bleiben schwach und die Wirtschaft vom Export abhängig. Japans Notenbank warnte daher vor verfrühter Freude: Sie geht zwar nicht davon aus, dass sich die Lage weiter verschlechtert, befürchtet aber eine anhaltend hohe Arbeitslosigkeit und weiterhin niedrige Konsumausgaben. Die Börse in Tokio hat in Folge negativer Vorgaben aus New York nachgegeben. Der Nikkei schloss am Morgen im Minus.