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Leichte Öffnung an koreanischer Grenze

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Leichte Öffnung an koreanischer Grenze

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Die Grenze zwischen Süd- und Nordkorea wird wieder etwas geöffnet. Das betrifft Urlaubsreisen in das Berggebiet Kumgang im Norden sowie Fahrten in das gemeinsame Gewerbegebiet Kaesong dort.

Der Reiseverkehr liegt schon seit einem Jahr brach, als eine Touristin aus dem Süden von einem nordkoreanischen Soldaten erschossen wurde. Einer Wiederaufnahme müsste nun auch noch Südkorea zustimmen. Betreiber des Gewerbegebiets ist der Hyundai-Konzern, ebenso wie Veranstalter der Urlaubsreisen. Die Lockerungen gehen zurück auf den jetzigen Besuch der Konzernchefin im Norden. Die Managerin erreichte dabei auch die Freilassung eines südkoreanischen Ingenieurs, der seit Monaten im Norden festgehalten worden war. Der Tourismus sowie die Produktion durch südkoreanische Firmen sind für den Norden wichtige Einnahmequellen; viele hat er davon nicht. Ab Oktober sollen auch wieder Treffen getrennter Familien aus Nord und Süd möglich sein. Von einer Lockerung der angespannten Beziehungen zwischen beiden Staaten kann trotzdem nicht die Rede sein: Nordkorea warnt zugleich die südkoreanische Armee, die heute eine Übung mit amerikanischen Truppen beginnt. Auch die kleinste Verletzung seiner Souveränität werde es militärisch beantworten – mit allen Mitteln, auch atomar.