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Nach Anschlag: Medwedew entlässt Minister

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Nach Anschlag: Medwedew entlässt Minister

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Nach dem Selbstmordanschlag in Inguschetien hat Russlands Präsident Dmitri Medwedew den Innenminister der russischen Teilrepublik entlassen. Unterdessen ist die Zahl der Opfer des Anschlags von Nasran weiter gestiegen. Laut Behördenangaben wurden mindestens 20 Menschen getötet und mehr als 130 verletzt. 
 
Der Täter zündete einen mit Sprengstoff beladenen Kleinlaster vor einer Polizeikaserne der größten Stadt Inguschetiens. Die Wucht der Detonation beschädigte selbst gegenüberliegende Gebäude.
 
Kreml-Chef Medwedew sprach von einem Terrorakt, der habe verhindert werden können. Deswegen entlasse er den zuständigen Minister. Auch Inguschetiens Präsident Junus-Bek Jewkurow verurteilte die Tat. Er hatte den Aufständischen den Kampf angesagt und im Juni selbst ein Attentat nur knapp überlebt. Im muslimisch geprägten Nordkaukasus wollen sich islamische Extremisten von Moskau loslösen. Die Gewalt hatte zuletzt stark zugenommen.