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Japan bereitet sich auf Machtwechsel vor

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Japan bereitet sich auf Machtwechsel vor

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Zum Auftakt des Wahlkampfes vor der Parlamentswahl am 30. August liegt Ministerpräsident Taro Aso mit seiner Liberaldemokratischen Partei in den Umfragen weit abgeschlagen: Das könnte seine Partei die Macht kosten – allerdings erst zum zweiten Mal in über einem halben Jahrhundert.

Lachender Sieger dürfte demnach Herausforderer Yukio Hatoyama mit seiner Demokratischen Partei werden. Die Krise und Skandale in der Regierungspartei haben der Opposition in die Hände gespielt. Die Japaner haben außerdem genug von der Pattsituation in beiden Parlamentskammern: Im Oberhaus hat die Opposition die Mehrheit, wodurch Japan seit langem politisch blockiert ist. Nicht jeder ist schon entschieden, wem er seine Stimme geben soll: Keine der Oppositionsparteien sei interessant genug, meint eine Passantin, Japan brauche jetzt einen Helden. Der unpopuläre Regierungschef dürfte dies den Umfragen zufolge nicht sein. Er wurde erst vor knapp einem Jahr ohne Wählermandat von der Partei ins Amt gehievt. Egal, wer das Rennen macht: Auf den neuen Regierungschef wartet die schwierige Aufgabe, Japan, das gerade erst knapp aus der Rezession heraus ist, wirtschaftlich wieder in Schwung zu bringen.