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Über 70 Tote bei Kraftwerksunfall befürchtet

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Über 70 Tote bei Kraftwerksunfall befürchtet

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Einen Tag nach dem schweren Unfall in Russlands größtem Wasserkraftwerk besteht kaum noch Hoffnung, Überlebende zu finden. Zwölf Tote wurden bislang gemeldet, 64 Mitarbeiter werden vermisst.

Nach bisherigem Stand der Ermittlungen explodierte am Montagmorgen im Sajano-Schuschenskaja-Kraftwerk in Sibirien ein Transformator, nachdem Wasser in Lüftungsrohre eingedrungen war. Der Turbinenraum stürzte ein und wurde vom Wasser überflutet. Zum Zeitpunkt der Havarie befanden sich wegen eines Schichtwechsels besonders viele Angestellte in der Anlage. Etwa ein Dutzend Verletzte konnte geborgen werden. Das Kraftwerk stellte den Betrieb völlig ein, die Betreiberfirma geht davon aus, dass es über Monate keinen Strom produzieren kann und die Repaturen sich über gut vier Jahre hinziehen könnten. Für das Unternehmen ein Schaden, der in die Milliarden geht. Vor den Tankstellen in der Umgebung bildeten sich lange Schlangen. Viele Anwohner füllen den Tank voll und machen sich auf in die höher gelegenen Gebiete, da sie fürchten, dass der Staudamm des Kraftwerks doch noch bricht und ihre Häuser überflutet werden. Den Versicherungen des russischen Katastrophenschutzministers, dass dafür keine Gefahr bestehe, wollen sie nicht vertrauen.