Eilmeldung

Eilmeldung

Unglück in Wasserkraftwerk

Sie lesen gerade:

Unglück in Wasserkraftwerk

Schriftgrösse Aa Aa

Eine schwere Explosion im größten Wasserkraftwerk Russlands hat mindestens elf Menschen das Leben gekostet. Mehr als 70 Personen gelten noch als vermisst. Der Maschinenraum der Anlage stürzte durch die Detonation in sich zusammen. Unter den Betontrümmern werden noch weiter Opfer befürchtet. Die Menschen in der Region am Sajano-Schuschensker Stausee befürchten, dass die Staumauer nicht hält und die Gegend überflutet wird. Beschwichtigungen von Sergej Schoigu, dem Katastrophenschutzminister. Er erklärte: “Es besteht für niemanden hier Gefahr. Der Staudamm hält, er ist sicher.”

Ersten Ermittlungen zufolge ist ein Transformator in dem vor 31 Jahren in Betrieb genommenen Kraftwerk explodiert nachdem Wasser in zwei Lüftungsrohre eingedrungen war. Die Reparatur der Anlage, so der Katastrophenschutz, wird mindestens vier Jahre dauern. Regierungschef Wladimir Putin versprach den Angehörigen der Opfer staatliche Hilfen. Eine Anwohnerin sagte: “Niemand ist geflohen. Wir alle sind ruhig. Gott sei Dank.” Eine andere Frau meinte: “Alles ist ruhig hier. Wir werden über`s Fernsehen gut informiert.” Auf dem 320 Kilometer langen Stausee bildete sich nach dem Unfall ein großer Ölteppich. Behörden zufolge bestand aber keine Gefahr für die Umwelt.