Eilmeldung

Eilmeldung

Voraussichtlich über 70 Tote bei Kraftwerksunfall

Sie lesen gerade:

Voraussichtlich über 70 Tote bei Kraftwerksunfall

Schriftgrösse Aa Aa

Noch hoffen die Angehörigen, dass Opfer des Unfalls in Russlands größtem Wasserkraftwerk sich in irgendwelche Hohlräume retten konnten. Doch die Chancen sind gering, nach über 24 Stunden Überlebende in dem vier Grad kalten Wasser zu finden, das den gesamten Maschinenraum überflutete und dort 20 Meter hoch steht. 64 Menschen wurden weiterhin vermisst, zwölf Tote geborgen.

Die Unglücksursache ist weiterhin unklar. Wasser drang offenbar plötzlich mit einem gewaltigen Stoß auf eine der Turbinen. “Wir denken nicht,dass es eine Explosion war, höchstwahrscheinlich gab es einen hydraulischen Stoß und aus unbekannten Gründen wurde die Turbine zerstört”, erklärte ein Mitglied der Geschäftsleitung, das auch die These eines fehlerhaften Einzelteils aufstellte. Zuvor war von einer Explosion die Rede gewesen, die aber auch durch Kurzschlüsse verursacht worden sein könnte. Binnen Sekunden brach das Wasser eine Mauer nieder und überflutete den Maschinenraum. Die Anwohner fürchten weiterhin, dass die Staumauer des Kraftwerks einstürzt, allen gegenteiligen Beteuerungen des Katastrophenschutzministers zum Trotz. Auf dem Stausee breitete sich ein kilometerlanger Ölteppich aus, der größere Umweltschäden befürchten lässt. Die Reparatur der Anlage wird nach Behörden- und Unternehmensangaben über vier Jahre in Anspruch nehmen.