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Gedenkfeiern für Opfer des Kraftwerksunfalls

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Gedenkfeiern für Opfer des Kraftwerksunfalls

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Familien und Landsleute gedenken der Opfer des Unfalls in Russlands größtem Wasserkraftwerk. In den Kirchen der Teilrepublik Chakassien, in der die Katastrophe sich am Montag ereignete, werden an diesem Mittwoch Gedenkgottesdienste abgehalten. Auf dreizehn Tote ist die Bilanz inzwischen gestiegen, nachdem eine weitere Leiche gefunden wurde. 62 Menschen werden immer noch vermisst.

Das Wasser aus den überfluteten Teilen der Anlage soll im Lauf des Tages und Abends abgepumpt werden. Taucher und Tauchroboter suchen weiter nach Überlebenden, die sich in möglicherweise in Hohlräumen mit Luftblasen retten konnten. Auch wenn allen klar ist, dass kaum noch Hoffnung besteht. Auf dem Fluss Jenissei hat sich ein Kilometer langer Ölteppich ausgebreitet, um die vierzig Tonnen Ölprodukte sollen sich im Wasser verteilt haben. Der Unfall in dem Kraftwerk, das zu seiner Inbetriebnahme 1978 als eins der modernsten galt, wird von vielen inzwischen mit der Tschernobyl-Katastrophe verglichen – nur dass keine radioaktive Strahlung austrat.