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Kaum Hoffnung auf Überlebende nach russischem Kraftwerksunfall

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Kaum Hoffnung auf Überlebende nach russischem Kraftwerksunfall

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Die Betreiber von Russlands größtem Wasserkraftwerk haben erklärt, dass vermutlich mehr als 70 Menschen bei dem Unfall am Montag ums Leben gekommen sind. Den Angehörigen von 64 Vermissten wurde mitgeteilt, dass es kaum noch Hoffnung gibt, Überlebende aus der Anlage zu bergen.

Tausende Tonnen Wasser sind nach einer Turbinenexposion in einen Maschinenraum gestürzt. Innerhalb weniger Minuten soll das vier Grad kalte Wasser 20 Meter hoch gestanden haben. Das Kraftwerk am Sajano-Schuschenskaja Stausee in Sibirien ist vor mehr als 30 gebaut worden. Experten zufolge sind die aus der Zeit der Sowjetunion stammenden Anlagen seither nicht erneuert worden. Strukturelle Schäden an der Staumauer des Kraftwerks seien durch die Explosion nicht entstanden, so die russischen Behörden. Auf dem 320 Kilometer langen Stausee hat sich jedoch ein Ölteppich auf einer Fläche von 25 Quadratkilometern gebildet.